Wildkammer Domnik - Wild aus heimischen Revieren

In Grönwohldshorst küchenfertig zubereitet oder als Wurstspezialität

Reh, Damwild, Schwarzwild, Hase, Fasan -  und zum Mitnehmen: Mettwurst, Jägerwurst, Bratwurst, Leber- wurst, Sülze, Pfefferbeißer und Wildschweinschinken.

Im Schwarzwildgatter fühlen sich die Wildscheine "sauwohl". Betreut wird das Wildschweingehege von Joachim Domnik, einem passionierten Jäger. Aber keine Angst, die Kellenhusener Wildschweine landen nicht im Laden seiner Frau Lilli, die ihr Geschäft für Wildspezialitäten in Grönwohldshorst betreibt.

Das Wildfleisch - Reh, Damwild, Wildschwein und Niederwild - bezieht sie von den örtlichen Jägern und natürlich von ihrem Mann. Daraus bereitet sie küchenfertige Keulen, Braten, Filets oder Gulasch zu, die man frisch oder tiefgefroren bei ihr kaufen kann. Aber auch Wildwurstspezialitäten aus eigener Herstellung und fertige Menüs für Feiern und Veranstaltungen macht Lilli Domnik zurecht.

"Kiek mol  in" - Op de Horst 39 - Grönwohldshorst - Tel.: 04366 - 381 | Ganz Schön Wild - Tierisch lecker!

Seebad Kellenhusen - von Natur aus sympathisch!

Sebastian Rosenkötter von den Lübecker Nachrichten schreibt  Dez. 2017 : Zu Besuch in der Wildkammer   Jäger Joachim Domnik will Überpopulation vermieden und gutes Fleisch anbieten

Rehkeute, Wildschweingulasch und Hirschrücken gehören für viele Menschen ebenso in diese Jahreszeit wie Tannenbaum und Silvesterfeuerwerk. Ein Besuch bei Joachim Domnik. Der Mann aus Grönwohldshorst (Gemeinde Grömitz)  ist leidenschaftlicher Jäger und seit Jahrzehnten aktiv. Auslöser seiner Liebe zu Natur, Tier und Jagd waren ein paar Geweihe an der Stubenwand.

"Meine Großeltern kamen aus Mecklenburg-Vorpommern und sind aus der DDR geflohen. Die Trophäen haben sie in einem Koffer in den Westen geschmuggelt." Für den Opa - so vermutet es Joachim Domnik - waren die Geweihe eine Art Erinnerung. Für ihn selbst der erste bewusste Kontakt zu erlegten Tieren.

Immer Ende Oktober beginnt für Domnik die Zeit des Jagens. Er hat ein eigenes Revier. Es ist etwa 750 Hektar groß und liegt zwischen  Kellenhusen  und Cismar. 50 bis 60 Tiere erlegen er und sein Sohn Mark. Hinzu kommen weitere etwa 250 Rehe und Wildschweine aus jeweils einem Revier der Landesforsten sowie der Herzoglich Oldenburgischen Verwaltung.

Wer Joachim Domnik besucht, der lernt einen Mann mit zahlreichen Trophäen kennen. All die Geweihe und ausgestopften Tiere bieten Gesprächsstoff. Donmik legt Wert darauf, dass die Trophäen eine Begleiterscheinung sind. "Diese sagen nichts über das Verantwortungsgefühl eines Jägers aus. Zu einem guten Jäger gehört mehr als nur die Berechtigung zur Jagd", betont er.

Vielmehr sei es wichtig, einen gesunden Wildbestand zu erhalten. Wobei die Zahl der Hasen, Kaninchen und Fasane in seinem Revier eher gering sei. "Es geht darum den Bestand vor dem Verschwinden zu bewahren", sagt Domnik. Anders sehe es bei Reh, Hirsch und Wildschwein aus. Hier gelte es eine Überpopulation zu vermeiden.